Platin

Rein
Platinschmuck hat in der Regel einen Reinheitsgrad von 95 % - 18-karätiges Gold hat einen Reinheitsgrad von 75 %. Kein Metall das zu Schmuck verarbeitet wird ist vollkommen rein, es handelt sich immer um sogenannte Legierungen - d.h. es enthält Beimischungen anderer Metalle. Platin wird kaum legiert, das macht es so rein; es wird nicht stumpf, läuft nicht an und behält sein Aussehen für alle Zeit.
Der reine weiße Schimmer des Metalls spiegelt die Brillanz der Diamanten wider; es ist der perfekte Rahmen für wertvolle Juwelen und ergänzt die natürliche gelbliche Färbung des Golds. Dank seiner Reinheit ist Platin hypoallergen und eignet sich damit ideal für Menschen mit empfindlicher Haut.

Selten
Platin ist 30mal seltener als Gold und findet sich nur an wenigen Orten der Erde, hauptsächlich in Südafrika und Russland, und in geringerem Umfang in Zimbabwe, Kanada und Südamerika. Jedes Jahr werden nur 88 Tonnen Platin zu Schmuck verarbeitet, im Vergleich zu 2.700 Tonnen Gold. Acht Wochen gehen ins Land und 10 Tonnen Erz werden geschürft, bis eine einzige Unze Platin (31,1 Gramm) gewonnen ist, während für die gleiche Menge Gold nur drei Tonnen Erz abgebaut werden müssen. Es gibt auch weniger Platinminen. Auf jede zehnte Goldmine kommt gerade mal eine Platinmine.

Für immer
Die Dichte des Platins und sein Gewicht machen es haltbarer und widerstandsfähiger als andere Schmuckmetalle. Ein 15 cm-Platinwürfel wiegt 75 kg, das gleiche wie ein durchschnittlich schwerer Mann.  Platin ist beständig gegen Hitze und Säure und hat einen hohen Schmelzpunkt bei 1.768 °C (3.223 °F). Platin nutzt sich nicht ab und hält Edelsteine fest und sicher umschlossen. Einige der berühmtesten Juwelen der Welt wurden in Platin gefasst, wie z.B. der Koh-I-Nor Diamant, der zu den britischen Kronjuwelen gehört. Alle Edelmetalle können verkratzen, und Platin ist keine Ausnahme. Beim Platin allerdings wird durch den Kratzer lediglich Metall verschoben und nichts seines Volumens geht verloren, während Gold sich abnutzt und seine Masse dadurch verringert wird. Werden Kratzer auf einem Platinstück sichtbar, so kann ein qualifizierter Juwelier sie wegpolieren.

Vielseitig
Zusätzlich zu Stärke und Dichte besitzt Platin eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft - Biegsamkeit. Platin ist so geschmeidig, dass gerade 1 Gramm des Metalls benötigt wird, um einen feinen Draht von fast zwei Kilometer Länge zu ziehen. Diese Eigenschaft in Verbindung mit der Festigkeit des Platins ermöglicht den Juwelieren die Kreation von unglaublich vielseitigen, geflochtenen Accessoires, die so mit keinem anderen Edelmetall hergestellt werden könnten. Platin ist auch auf anderen Gebieten gefragt - wie in der Industrie und dort hauptsächlich in katalytischen Stromrichtern. Platin spielt in der Medizin ebenfalls eine wichtige Rolle. Es wird durch die oxidierende Reaktion des Blutes nicht beeinträchtigt, es hat eine exzellente Leitfähigkeit und verträgt sich mit dem lebenden Gewebe. Aus diesen Gründen wird Platin zur Herstellung von Herzschrittmachern verwendet. Zur Zeit erfreuen sich mehr als 50.000 Menschen ihres Lebens mit dem Herzschrittmacher. Für diese Menschen ist das Metall lebensrettend.